Morgens drücken Sie den Einschaltknopf, und der Bildschirm bleibt dunkel. Rechnungen, Kundenliste, Angebote und Fotos stecken in diesem Gerät. Wovon es anderswo eine Kopie gibt und was nur dort liegt, lässt sich in dem Moment schwer sagen. Ein solcher Morgen kann die Arbeit für mehrere Tage aufhalten.

Die Vorbereitung auf so einen Tag erfordert womöglich keine teure Einrichtung. Dieser Beitrag geht sieben einfache Checks durch, die sich vor einem Ausfall erledigen lassen: wo Informationen liegen, wo das Backup aufbewahrt wird und ob es sich öffnen lässt, Passwörter, Programme, ein Tag ohne Computer und wen man bei einem Defekt anruft.

⚡ Beispielszenario: Ein Fotostudio glaubt, sein Aufnahmearchiv regelmäßig zu sichern. Als es eines Tages zum Test einige Ordner aus dem Backup wiederherstellt, merkt es, dass die jüngsten Aufnahmen gar nicht im Backup gelandet sind. Das Studio korrigiert die Einstellung und macht den Test zur Gewohnheit; so kann das Risiko sinken, bei einem Ausfall Kundenfotos zu verlieren.

1. Informationen finden, die nur auf diesem Computer liegen

Der erste Check besteht darin zu wissen, welche Informationen unerreichbar wären, wenn der Computer nicht startet. Eine Tabelle auf dem Desktop, Angebote in einem Ordner oder Einträge in einem Programm liegen womöglich nur dort. Für Kundenliste, Angebote, Rechnungen, Fotos und Programmdaten zu fragen „Gibt es eine zweite Kopie?“ und die Antworten kurz aufzuschreiben, kann auch zeigen, was das Backup abdecken sollte.

Verstreute Papier- und Digitaldokumente können diese Liste verlängern; Wege, Dokumente in eine Ordnung zu bringen, beschreibt unser Artikel zur Dokumentenmanagement-Automatisierung.

2. Klären, wo das Backup liegt

Ein Backup im selben Computer nützt womöglich nichts, wenn genau dieser Computer ausfällt. Eine Kopie an einem getrennten Ort, etwa auf einer externen Festplatte oder bei einem Cloud-Dienst, kann bei einem Defekt erreichbar bleiben. Ob das Backup regelmäßig entsteht und welche Ordner es umfasst, gehört ebenfalls zu diesem Check.

Liegt das Backup in der Cloud, ist es auch wichtig zu wissen, wohin die Informationen gehen; darüber schreiben wir im Beitrag wohin gehen Ihre Daten. Für Fälle, in denen Schadsoftware auch Backups treffen kann, lohnt ein Blick in unseren Leitfaden zur KI-Cybersicherheit.

3. Das Backup wiederherstellen und testen

Ob ein Backup taugt, zeigt sich erst, wenn es wiederhergestellt wird. Hin und wieder einige Dateien aus dem Backup an einen anderen Ort zurückzuholen und den Inhalt anzusehen, kann früh zeigen, ob das Backup lückenhaft oder beschädigt ist. Dieser Test kann das Risiko von Überraschungen bei einem Ausfall senken.

Sinnvoll ist auch festzulegen, wer den Test wann macht. So kann dieser Schritt weiterlaufen, ohne vergessen zu werden.

4. Wissen, wer die Passwörter hat

Selbst wenn der Computer startet, kann die Arbeit stocken, wenn das Passwort für E-Mail, Buchhaltungsprogramm oder Cloud-Konto unbekannt ist. Passwörter an einem sicheren Ort aufzubewahren und klar zu regeln, wer darauf zugreifen kann, kann dieses Risiko senken. Die Folgen von Wissen, das bei einer einzigen Person bleibt, haben wir ausführlich im Beitrag was tun, wenn ohne Sie die Arbeit stillsteht beschrieben.

5. Programme und Einstellungen aufschreiben

Ob die Arbeit auf einem neuen oder reparierten Computer wieder anläuft, hängt davon ab, zu wissen, was installiert war. Diese Informationen stecken oft nur im Kopf.

Drei Dinge lassen sich aufschreiben.

1. Liste der genutzten Programme

Die Namen der im Alltag genutzten Programme und ihren Zweck aufzuschreiben, kann die Neuinstallation beschleunigen.

2. Lizenz- und Abodaten

Zu wissen, an welches Konto kostenpflichtige Programme gebunden sind und wo die Abodaten liegen, kann die erneute Aktivierung erleichtern.

3. Drucker- und Geräteeinstellungen

Die Einstellungen angeschlossener Geräte wie Drucker, Scanner oder Kasse zu notieren, kann den Aufwand nach einem Ausfall verringern.

6. Einen Tag ohne Computer planen

Wie die Arbeit weitergeht, wenn der Computer einige Tage ausfällt, lässt sich vorab überlegen. Einen vorübergehenden Weg festzulegen, um Bestellungen aufzunehmen, Termine zu vergeben oder Zahlungen zu erfassen, kann die Hektik mindern. Wie diese vorläufigen Einträge später ins Hauptsystem gelangen, gehört ebenfalls zum Plan.

AufgabeVorübergehender Weg ohne ComputerNotiz für danach
Bestellungen aufnehmenTelefon oder NotizbuchEinträge in einem Schritt übertragen
Termine vergebenGemeinsamer KalenderÜberschneidungen prüfen
Zahlungen erfassenBeleg und NotizIn die Buchhaltung übernehmen

Vorläufige Einträge später doppelt zu erfassen, kann neue Mühe verursachen; dieses Problem behandeln wir im Beitrag warum ich dieselbe Angabe zweimal eingebe.

7. Festlegen, wen man bei einem Defekt anruft

Erst dann nach jemandem zu suchen, wenn der Computer nicht startet, kann Zeit kosten. Sinnvoll ist es, die Kontaktdaten eines vertrauenswürdigen technischen Supports zusammen mit Hersteller und Modell des Computers leicht auffindbar zu notieren. Dieser Person sagen zu können, wo das Backup liegt und wer die Passwörter hat, kann den Ablauf verkürzen.

Es lohnt sich auch zu überlegen, durch wessen Hände die Daten auf dem Computer bei einer Reparatur gehen können. Sensible Daten vorher zu sichern und getrennt abzulegen, kann diese Sorge verringern.

Zusammenfassung

Sieben Checks vor einem Ausfall können helfen, den Tag eines Defekts ruhiger zu überstehen. Zu wissen, welche Daten nur auf diesem Computer liegen, das Backup getrennt aufzubewahren und testweise wiederherzustellen, festzuhalten, wo Passwörter und Programmdaten sind, einen Tag ohne Computer zu planen und festzulegen, wen man anruft, sind Teile dieser Vorbereitung.

CheckWarumWie oft
Daten nur auf diesem ComputerUmfang des Backups zeigenWenn sich die Arbeitsweise ändert
Ort des BackupsBei Ausfall erreichbar bleibenRegelmäßig
Backup testenLücken früh erkennenIn festen Abständen
PasswörterZugang zu KontenWenn sich ein Passwort ändert
Programme und EinstellungenNeuinstallationWenn ein Programm hinzukommt
Tag ohne ComputerArbeit fortführenWenn sich die Arbeitsweise ändert
Ansprechpartner bei DefektZeitverlust verringernWenn sich die Angaben ändern

Häufig gestellte Fragen

Reicht ein Backup, um Daten zu schützen?

Ein Backup ist wichtig, reicht allein aber womöglich nicht. Es getrennt vom Computer aufzubewahren und ab und zu testweise wiederherzustellen, kann zeigen, ob es bei einem Ausfall wirklich hilft.

Wie oft sollte ich das Backup testen?

In festen Abständen einige Dateien aus dem Backup an einen anderen Ort zurückzuholen, kann für den Anfang genügen. Festzulegen, wer den Test macht, kann helfen, dass dieser Schritt nicht vergessen wird.

Sollte das Backup in der Cloud oder auf einer externen Festplatte liegen?

Beides kann Vorteile haben; wichtig ist, dass das Backup getrennt vom Computer liegt. Bei der Cloud ist es sinnvoll zu wissen, welcher Dienst die Daten hält und wo.

Wo sollte ich Passwörter aufbewahren?

Es ist sinnvoll, Passwörter an einem sicheren Ort aufzubewahren und klar zu regeln, wer darauf zugreifen kann. Bleibt Wissen bei einer Person, kann die Arbeit in ihrer Abwesenheit stillstehen.

Was sollte ich zuerst tun, wenn der Computer ausfällt?

Den vorab festgelegten technischen Support anzurufen und den Ort des Backups zu nennen, kann den Ablauf verkürzen. Währenddessen lässt sich der geplante vorübergehende Weg für Bestellungen und Zahlungen nutzen.

Planen wir, wie es ohne den Computer weitergeht

Welche Daten wo liegen, ob sich das Backup öffnen lässt, wen man bei einem Defekt anruft. Diese Vorbereitung sehen wir uns gern mit Ihnen an.

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