Auf der Website einer Steuerkanzlei reichen in den meisten Fällen fünf Bereiche: Angaben zur Kanzlei und zur Berufsbezeichnung, der Leistungsumfang, die Art der Unternehmen, mit denen die Kanzlei arbeitet, Anfahrt und Öffnungszeiten sowie die Fragen, die künftige Mandanten am häufigsten stellen. Die Aufgabe der Website ist nicht, die Kanzlei zu loben, sondern die Frage des Besuchers ruhig und zutreffend zu beantworten: „Kümmert sich diese Kanzlei um meine Art von Arbeit, und wie erreiche ich sie?" Im Folgenden finden Sie, was in jeden Bereich gehören kann, Beispieltexte und die Punkte, die vor dem Start zu prüfen sind.
Dieser Beitrag ist ein allgemeiner Rahmen. Der steuerberatende Beruf hat eigene Regeln zu Werbung und Außendarstellung; es empfiehlt sich, jede Aussage auf Ihrer Website mit den aktuellen Werberegeln der Berufsorganisation abzugleichen, der Sie angehören, und sich im Zweifel dort beraten zu lassen.
Mit welcher Frage künftige Mandanten auf die Website kommen
Eine Gründerin, die gerade eine Gesellschaft gründen will, ein Händler, der den Steuerberater wechseln möchte, oder jemand, der den Namen der Kanzlei von Bekannten gehört hat: Sie alle kommen meist mit einer Auswahlfrage. Sie wollen wissen, ob ihre Art von Betrieb betreut wird, wo die Kanzlei liegt und mit wem sie sprechen würden. Auf der Suche nach diesen drei Angaben lesen sie keine lange Einleitung und keinen geschliffenen Slogan; finden sie nicht, was sie suchen, schließen sie die Seite und gehen zur nächsten Kanzlei auf der Liste.
Deshalb sollte die Reihenfolge der Website der Reihenfolge im Kopf des Besuchers folgen: zuerst, wer Sie sind, dann, was Sie tun, und danach, wie man Sie erreicht.
Fünf Bereiche, die eine Kanzleiwebsite haben sollte
Kanzlei, Berufsbezeichnung und Registrierung
Name der Kanzlei, Vor- und Nachname sowie Berufsbezeichnung stehen klar lesbar da, genau so, wie sie registriert sind. Stehen Berufsorganisation und Registrierungsangaben an gut sichtbarer Stelle, kann ein künftiger Mandant die Kanzlei leichter überprüfen. Arbeiten weitere Berufsträger im Team, lassen sie sich einzeln mit Namen und Bezeichnung aufführen.
Leistungsumfang
Eine Überschrift wie „Buchhaltungsleistungen" sagt dem Besucher für sich genommen wenig. Werden Punkte wie Finanzbuchhaltung, Erstellung von Steuererklärungen, Lohnabrechnung und Meldungen zur Sozialversicherung, Unternehmensgründung, Liquidation oder Beratung einzeln aufgeführt, kann der Besucher selbst erkennen, ob sein Bedarf abgedeckt ist. Werden auch die Arbeiten genannt, die die Kanzlei nicht übernimmt, können Gespräche mit falschen Erwartungen seltener werden.
Mit welchen Unternehmen die Kanzlei arbeitet
Ohne einen Mandanten zu nennen, lassen sich die betreuten Unternehmensarten beschreiben: Einzelunternehmen, Kapitalgesellschaften, Freiberufler, Erfahrung in bestimmten Branchen. Namen oder Logos von Mandanten als „Referenzen" zu veröffentlichen, kann im Hinblick auf die berufliche Verschwiegenheit und die Werberegeln Probleme aufwerfen; dieser Bereich bleibt deshalb allgemein.
Anfahrt und Öffnungszeiten
Vollständige Adresse, Karte, Telefon, E-Mail und WhatsApp-Nummer stehen an einer Stelle beisammen. Die Öffnungszeiten werden genannt, ebenso, ob Gespräche nur nach Terminvereinbarung oder auch ohne Termin stattfinden. Ändert sich die Terminregelung in den Abgabezeiträumen, kann ein kurzer Hinweis in diesem Bereich darauf aufmerksam machen.
Häufige Fragen
Hierher wandern die Themen, nach denen Interessenten am Telefon am häufigsten fragen: was beim Wechsel des Steuerberaters zu tun ist, mit welchen Angaben man zum Erstgespräch kommt, in welchen Regionen die Kanzlei Mandanten betreut. Die Antworten bleiben kurz und schlicht und enthalten keine Zusage zu Honorar oder Bearbeitungsdauer.
Beispieltexte für die einzelnen Bereiche
Die folgenden Texte sind Ausgangspunkte, die Sie an Ihre eigene Kanzlei anpassen können. Die Stellen in eckigen Klammern füllen Sie mit Ihren eigenen Angaben.
Beispiel für den Bereich „Über uns"
„[Kanzleiname] ist eine Kanzlei für Steuerberatung und Buchhaltung, die [Vor- und Nachname] in [Stadt] gegründet hat. [Vor- und Nachname] ist [Berufsbezeichnung] und Mitglied der [Berufsorganisation]. Wir betreuen die Buchhaltung und die Steuererklärungen von Einzelunternehmen sowie von Personen- und Kapitalgesellschaften."
Beispiel für den Bereich „Leistungen"
„Unsere Arbeitsbereiche: laufende Buchführung und Erstellung der Steuererklärungen, Lohnabrechnung für Ihre Beschäftigten und Meldungen an die Sozialversicherung, Begleitung bei Gründung und Rechtsformwechsel sowie Beratung zur finanziellen Lage Ihres Unternehmens. Gesetzliche Abschlussprüfungen und Bestätigungsleistungen gehören nicht zu unserem Angebot."
Beispiel für den Bereich „Kontakt"
„Unsere Kanzlei ist werktags von [Uhrzeit] geöffnet. Einen Termin für ein Erstgespräch können Sie telefonisch oder über WhatsApp vereinbaren. Für das Gespräch genügt es, die Art Ihres Unternehmens und seinen Tätigkeitsbereich zu kennen; Unterlagen müssen Sie nicht mitbringen."
Beispiel für eine häufige Frage
Frage: „Ich möchte meinen Steuerberater wechseln. Wie gehe ich vor?" Antwort: „Zuerst führen wir ein Kennenlerngespräch und hören uns die Lage Ihres Unternehmens an. Entscheiden wir uns für eine Zusammenarbeit, planen wir mit Ihnen den Schriftverkehr und die Übergabe der Unterlagen durch Ihren bisherigen Berater. Die Aufgaben des ersten Monats werden gesondert aufgelistet, damit Ihr Abgabekalender während der Übergabe nicht ins Stocken gerät."
Gemeinsam ist diesen Beispielen, dass jedes eine konkrete Frage beantwortet, die der Besucher bereits im Kopf hat. Wenn Sie Ihren eigenen Text schreiben, ist die Frage „Was weiß der Besucher, nachdem er diesen Satz gelesen hat?" für jeden Satz ein einfacher Weg, überflüssige Sätze auszusortieren.
Worauf bei Werbesprache zu achten ist
Viele Formulierungen, die auf der Website eines Ladengeschäfts üblich sind, passen auf einer Kanzleiwebsite womöglich nicht. Als allgemeine Orientierung ist es ratsam, sich von diesen vier Bereichen fernzuhalten:
- Überlegenheitsbehauptungen: Adjektive, die die Kanzlei mit anderen vergleichen oder über sie stellen.
- Honorarvergleiche und Rabattankündigungen: Das Thema Honorar kann dem persönlichen Gespräch überlassen werden.
- Ergebnisversprechen: Sätze, die eine niedrigere Steuerlast oder eine problemlose Betriebsprüfung andeuten.
- Kundenbewertungen und Empfehlungen: Bewertungen von Mandanten einzuholen und auf der Website zu veröffentlichen, kann im Hinblick auf die Werberegeln Probleme verursachen.
Stattdessen bietet sich ein informierender Ton an: Zu schreiben, was getan wird, mit wem die Kanzlei arbeitet und wie man sie erreicht, reicht dem Besucher meist für seine Entscheidung. Eine maßvolle Sprache sagt ihm außerdem etwas anderes: Diese Kanzlei beschreibt ihre Arbeit, ohne zu übertreiben.
Welche Angaben das Kontaktformular abfragen sollte
Die Länge des Formulars gehört zu den Dingen, die darüber entscheiden, ob ein Besucher es überhaupt ausfüllt. Name, Telefon oder E-Mail, Unternehmensart und ein kurzes Notizfeld reichen für den ersten Kontakt. Felder wie Steuernummer, Umsatz oder Bankverbindung werden im ersten Formular nicht abgefragt; darüber spricht man, sobald ein Gespräch vereinbart ist. Unter dem Formular sollte ein Link zu einem kurzen Datenschutzhinweis stehen, der erklärt, dass die gesendeten Angaben nur für die Antwort verwendet werden.
Häufige Fehler und ein besserer Weg
| Häufiger Fehler | Besserer Weg |
|---|---|
| Den Bereich „Über uns" zu einem langen Lebenslauf machen | Bezeichnung, Berufsorganisation und Erfahrungsbereiche in einem kurzen Absatz nennen |
| Kontaktdaten nur auf der Kontaktseite angeben | Telefon und WhatsApp-Link in die Fußzeile jeder Seite setzen |
| In Gesetzessprache und mit Abkürzungen schreiben | Die Wörter wählen, die der Besucher im Alltag benutzt |
| Den ersten Bildschirm mit einer großen Diashow öffnen | Auf dem ersten Bildschirm Kanzleiname, Bezeichnung und Anruftaste zeigen |
Checkliste vor dem Start
| Prüfpunkt | Warum |
|---|---|
| Sind Bezeichnung und Registrierungsangaben auf jeder Seite gleich geschrieben? | Abweichende Schreibweisen können beim Besucher Zweifel wecken |
| Startet ein Tippen auf die Telefonnummer einen Anruf? | Der Besucher muss die Nummer nicht von Hand eintippen |
| Öffnet der Kartenlink die richtige Adresse? | Wer zur Kanzlei kommt, findet den Weg |
| Kommt eine Testnachricht aus dem Formular in der Kanzlei an? | Eine Anfrage geht nicht unbemerkt verloren |
| Lassen sich die Seiten auf dem Handy ohne seitliches Wischen lesen? | Wer am Handy surft, kann den Text bequem lesen |
| Enthalten die Seitentitel den Kanzleinamen und die Stadt? | Wer die Kanzlei mit Namen sucht, kann auf der richtigen Seite landen |
Häufige Fragen
Sollten auf der Website einer Steuerkanzlei Gesetzesneuigkeiten stehen?
Das ist möglich, die Meldungen sollten aber nicht die Startseite füllen. Stehen sie in einem eigenen Bereich, kann die Startseite weiter die Kanzlei und ihre Leistungen vorstellen; veraltete Meldungen sollten entfernt oder mit Datum ins Archiv verschoben werden.
Sollten Fotos der Mitarbeitenden auf der Website zu sehen sein?
Das ist keine Pflicht. Wenn Fotos verwendet werden, sind echte Aufnahmen der Kanzlei und des Teams vorzuziehen; Büromotive aus Bildarchiven helfen dem Besucher nicht, die Kanzlei kennenzulernen.
Auf wessen Namen sollte die Domain registriert werden?
Ist die Domain auf die Kanzlei oder den Berater selbst registriert, bleibt die Adresse bei der Kanzlei, auch wenn die Firma wechselt, die die Website erstellt hat. Es empfiehlt sich, die Registrierungsdaten und Zugangspasswörter in der Kanzlei aufzubewahren.
Sollte die Website einer Steuerkanzlei mehrsprachig sein?
Für eine Kanzlei, die Gesellschaften mit ausländischen Gesellschaftern oder ausländische Gründer im Land betreut, kann es dem Besucher das Verständnis erleichtern, wenn Leistungs- und Kontaktbereich auch in einer zweiten Sprache vorliegen.
Wer sollte die Website nach dem Start aktualisieren?
Ändern sich Öffnungszeiten, Adresse, Telefonnummer oder Leistungsumfang, sollte die Website noch am selben Tag angepasst werden. Diese Aufgabe kann eine Person in der Kanzlei übernehmen, oder sie läuft über den Wartungsservice der Firma, die die Website erstellt hat.
Eine Website, die Ihre Kanzlei zutreffend beschreibt
Die Kılman Unternehmenswebsite wird unter der eigenen Domain Ihrer Kanzlei veröffentlicht; die Seiten entstehen nicht, indem ein Logo in ein fertiges Theme gesetzt wird, sondern entlang dessen, was Ihre Kanzlei ihren Besuchern sagen möchte. Menü und Schaltflächen werden zuerst für das Handy angeordnet, auf Wunsch erscheint die Website in mehreren Sprachen, und Wartung und Aktualisierung bleiben bei uns. Die Texte stellen wir gemeinsam mit Ihnen fertig; die Freigabe im Hinblick auf die Werberegeln bleibt bei Ihrer Kanzlei. Einzelheiten finden Sie auf unserer Seite Unternehmenswebsite.
💬 Angebot über WhatsAppDas Erstgespräch ist kostenlos.
